Eingebettet zwischen Pazifik, Anden und Regenwald fasziniert das drittgrößte Land Lateinamerikas durch seine landschaftliche und kulturelle Vielfalt. Gleichzeitig steht es trotz wirtschaftlicher Fortschritte weiterhin vor erheblichen ökonomischen Herausforderungen: Obwohl Peru über Jahrzehnte wirtschaftlich gewachsen ist, leben immer noch knapp 28% der Bevölkerung in Armut, bei den unter 17jährigen sind es sogar rund 36%. Über 60% der Erwerbsbevölkerung bleibt in prekären Beschäftigungsverhältnissen und ohne stabile Zukunftschancen – auch hiervon sind mit einem Anteil von über 80% vor allem junge Menschen betroffen. Fehlende Ausbildungsangebote und reguläre Arbeitsmöglichkeiten führen dazu, dass sie kaum Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben sehen.
Peru Perspektiven jenseits der informellen Arbeit

Unsere Arbeit
Hier setzt das Engagement der Stiftung gezielt an: Wir stärken bestehende öffentliche Ausbildungszentren in Peru strukturell und inhaltlich, um die Qualität der Ausbildung nachhaltig zu verbessern. Neben fachlicher Qualifikation fördern wir unternehmerisches Denken, praxisrelevante Kompetenzen sowie zentrale Soft Skills – kurz, die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen steht bei unseren Maßnahmen im Mittelpunkt.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in Weiterqualifizierungsmaßnahmen für das Lehrpersonal, um moderne didaktische Ansätze, arbeitsmarktorientierte Inhalte und praxisnahe Ausbildungsformate zu verankern. Ergänzend unterstützen wir infrastrukturelle Verbesserungsmaßnahmen in den Ausbildungszentren, um zeitgemäße und förderliche Lernbedingungen sicherzustellen.
Über die Ausbildungsphase hinaus begleiten wir die Auszubildenden aktiv beim Übergang in sichere Beschäftigungsverhältnisse. Durch den gezielten Aufbau und die Pflege eines Netzwerks kooperierender Unternehmen schaffen wir konkrete Zugänge zum Arbeitsmarkt und stärken die nachhaltige Integration in qualifizierte Erwerbstätigkeit.
So leisten wir einen strukturellen Beitrag zur Fachkräftesicherung, zur Armutsreduktion und zu langfristig wirksamer Entwicklung.
Qualifizierte Ausbildung für faire Beschäftigung
Konkret fördern wir zurzeit zwei Berufsbildungszentren in Kooperation mit unserem Projektpartner Fé y Alegría del Perú. Hierbei liegt der Fokus auf der Qualifizierung im Bäckerhandwerk – einem Berufsfeld mit realistischen Beschäftigungschancen und niedrigen Einstiegsbarrieren. Das Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung kofinanziert.
Weitere Projekte, die in Kooperation mit lokalen Partnern in Lima durchgeführt werden, befinden sich im Aufbau. So wurde im April 2026 eine Rahmenvereinbarung mit dem staatlichen Institut für Berufsbildung „Juan Velasco Alvarado“ in Lima unterzeichnet. Die Stiftung wird das Institut durch Investitionen in die Infrastruktur, die Lehrerfortbildung und die zielgerichtete Förderung benachteiligter Auszubildender unterstützen.

Aktuelle Projekte
Bildungssituation in Peru
- Rund 51% der 15-29jährigen verfügt über einen Schulabschluss einer weiterführenden Schule (Secondary Education).
- 16% verfügt über eine Berufsausbildung oder nicht-universitäre Weiterbildung.
- 13% verfügt über einen Universitätsabschluss (meist Bachelorabschluss; nur 2% mit Masterabschluss oder höher)
(Quelle: Gobierno de Perú | Secretaría Nacional de la Juventud | 2024)
- Rund 51% der 15-29jährigen verfügt über einen Schulabschluss einer weiterführenden Schule (Secondary Education).
- 16% verfügt über eine Berufsausbildung oder nicht-universitäre Weiterbildung.
- 13% verfügt über einen Universitätsabschluss (meist Bachelorabschluss; nur 2% mit Masterabschluss oder höher)
(Quelle: Gobierno de Perú | Secretaría Nacional de la Juventud | 2024)